Ausgabe der "BILD"-Zeitung in Halle, Sachsen-Anhalt, vom 13.06.2012. Vor 60 Jahren, am 24. Juni 1952, erschien die erste Ausgabe der "Bild"-Zeitung. "Bild" ist die meistgelesene Zeitung Deutschlands. 2,67 Millionen Exemplare verkauft die Zeitung täglich, vor 30 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. Doch auch in ihrem 60. Jahr spaltet die Boulevardzeitung die Nation. Verleger Axel Springer hatte "Bild" 1952 nach dem Vorbild englischer Boulevardzeitungen gestaltet. Es sollte eine "unernste, antikonventionelle Zeitung" sein. Je mehr der Verleger sich politisierte, desto mehr politisierte sich auch "Bild". Bereits 1957 nutzte Springer die Boulevardzeitung für eine publizistische Kampagne gegen die Lagerung von Atomwaffen in der Bundesrepublik. Als Ulbricht im August 1961 den Bau der Mauer begann, titelte "Bild": "Der Westen tut NICHTS!" Die Schlagzeile war umrahmt von Stacheldraht. Seit Mitte der 50er Jahre war Springer die deutsche Wiedervereinigung zur Herzensangelegenheit geworden. Die DDR, sagte er unter Berufung auf den früheren Berliner Bürgermeister Willy Brandt (SPD), sei "weder deutsch noch demokratisch noch eine Republik". In "Bild" wurde daher das Kürzel DDR bis 1989 konsequent in Anführungszeichen gesetzt.
"Bild" ist die meistgelesene Zeitung Deutschlands. 2,67 Millionen Exemplare verkauft die Zeitung täglich, vor 30 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. Doch auch in ihrem 60. Jahr spaltet die Boulevardzeitung die Nation.
Bild-Zeitung "Wir sind Papst"
Vor 60 Jahren ging die erste "Bild"-Zeitung über den Ladentisch. Das wird vom Axel-Springer-Verlag gefeiert - von Beobachtern nicht unbedingt. Der Journalistikprofessor Stefan Heijnk über die Zukunft des Boulevardblattes.
Seit sechs Jahrzehnten gibt es die "Bild"-Zeitung. Fast genauso lange steht ihre Berichterstattung in der Kritik. Am 24. Juni feiert der Axel-Springer-Verlag den runden Geburtstag seines Aushängeschildes.
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