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Nach der Fluchtbewegung 2015 und 2016 hatten sich Bund und Länder das Ziel gesetzt, die Ausreisepflicht strenger durchzusetzen. Unter anderem wurden Gesetze geändert, mit Herkunftsländern über die Rücknahme verhandelt und Förderprogramme zur Unterstützung der Ausreise erhöht.
Trotzdem erhöhte sich die Zahl der Abschiebungen 2017 gegenüber dem Vorjahr nicht. Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesinnenministerium mitgeteilt, bis Ende November habe es 22.190 Abschiebungen gegeben. Im Gesamtjahr 2016 waren es mehr als 25.000.
Die Zahl der bewilligten sogenannten freiwilligen Ausreisen, bei denen Betroffene finanzielle Unterstützung erhalten, lag nach Angaben des Ministeriums Ende November bei 27.903 - gegenüber rund 55.000 im Gesamtjahr 2016.