Steinmeier: Flüchtlinge nicht mit Terroristen in einen Topf werfen

Steinmeier: Flüchtlinge nicht mit Terroristen in einen Topf werfen
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat nach den Terroranschlägen in Brüssel vor einer Stigmatisierung von Flüchtlingen gewarnt.

 "Wir dürfen Flüchtlinge nicht mit mutmaßlichen Terroristen in einen Topf werfen", sagte Steinmeier den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben). "Die Mehrzahl der Attentäter kam bisher aus Europa selbst, ist hier aufgewachsen."

Zugleich mahnte Steinmeier, die Europäer müssten angesichts der Terrorgefahr wieder die Kontrolle über ihre Außengrenzen erlangen und wissen, wer ein- und ausreise. Dazu seien der Vorschlag der EU-Kommission, die Grenzschutzagentur Frontex zu einem echten europäischen Grenzschutz auszubauen, und die Vereinbarungen mit der Türkei wichtige Bausteine.

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Nötig sei zudem eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, sagte der Außenminister. "Die Vorschläge von Innenminister de Maizière zu einer Verbesserung des Informationsaustausches in Europa, zu einer effizienteren Erhebung und besseren Nutzung von Daten sind deshalb richtig."